7. "Westliche Form der Genitalverstümmelung"
By Zwischengeschlecht.org on Friday 10 September 2010, 21:37 - Permalink
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Seit den 1990er Jahren klagen Überlebende die medizinisch nicht notwendigen
Zwangsbehandlungen an Zwittern öffentlich an als "westliche Form der
Genitalverstümmelung" und kritisieren die
Doppelmoral, wie in westlichen Kulturen einerseits die
weibliche Genitalverstümmelungen in Afrika (FGM/FGC) als "barbarisch"
gebrandmarkt und verurteilt werden, während gleichzeitig die chirurgischen
Genitalverstümmelungen an Zwittern in Kinderkliniken vor der eigenen Haustüre
ausgeblendet und geleugnet werden.
>>>
Genitalverstümmelungen in Deutschland (AGGPG 1996)
>>>
Genitale Verstümmelung & Folgeschäden (AGGPG 1998)
Seit einigen Jahren wird die Widerrechtlichkeit der
Zwangsoperationen sowie die frappierenden Übereinstimmungen
zwischen den chirurgischen Genitalverstümmelungen an Zwittern in westlichen
Kinderkliniken und der weiblichen Genitalverstümmelung in Afrika auch von
namhaften FGM-Expertinnen und JuristInnen zur
Kenntnis genommen und öffentlich kritisiert, ebenso zunehmend von
Menschenrechtsorganisationen:
- Hanny Lightfoot-Klein (2003)
- Terre des Femmes Deutschland (2004)
- Fana Asefaw (2005)
- Andrea Büchler (2008)
- Konstanze Plett (2008)
- UN-Komitee CEDAW (2009)
- Oliver Tolmein (2009)
- Terre des Femmes Schweiz (2009)
- Amnesty International Schweiz (2010)
- Amnesty International Deutschland (2010)
- Marion Böker (2010)
- Andreas Nentwich (2010)
- Britta Julia Dombrowe (2010)
- Bettina Enzenhofer (2012)
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