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Bis heute werden Kinder, die mit "auffälligen" körperlichen Geschlechtsmerkmalen auf die Welt kommen, zu 90% ohne ihre Einwilligung an ihren "abnormalen" Genitalien kosmetisch zwangsoperiert, zwangskastriert und/oder (pränatalen) Zwangshormon"therapien" unterzogen, um ihr "uneindeutiges Geschlecht" zu "vereinheitlichen".

Danach werden sie systematisch angelogen, um ihnen ihren ursprünglichen Zustand zu verheimlichen. Auch den Eltern wird die ganze Wahrheit regelmässig vorenthalten.

>>> Genitalverstümmelung in Kinderkliniken: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> Liste Menschenrechtverletzungen durch die Medizyner (Schattenbericht 2008)

Obwohl diese medizinisch nicht notwendigen Zwangseingriffe seit 1950 in Kinderkliniken systematisch praktiziert werden, wurde ihre angebliche "Wirksamkeit" in diesen 60 Jahren nie klinisch getestet. Noch die heute aktuellen AWMF-Leitlinien befindet sich unverändert auf der niedrigsten Evidenzstufe S1; nach wie vor werden alle "Behandlungen" als unkontrollierte "Heilversuche" durchgeführt.

>>> "Weder Evidenz noch medizinische Indikation" (Dr. med. Jörg Woweries)
>>> Medizinische Versuche an Menschen (Schattenbericht 2008)

Nach dem Chirurgen-Motto „It‘s easier to make a hole than to build a pole“ (es ist einfacher, ein Loch zu graben, als einen Mast zu bauen) wurden lange die meisten Betroffenen ‚zu Mädchen gemacht‘. Dabei wird eine zu "grosse Klitoris" resp. ein "zu kleiner Penis" operativ verkleinert oder gar amputiert. Mittlerweile werden vermehrt "Korrekturen in die männliche Richtung" praktiziert, etwa "operative Penisaufrichtung" sowie "Verlegung der Harnröhre" a.k.a. "Hypospadiekorrektur"; letzteres dürfte heute die häufigste Diagnose für kosmetische Genitaloperationen in Kinderkliniken sein.

Sowohl bei den "Korrekturen in Richtung weiblich" wie auch bei den "Korrekturen in Richtung männlich" nehmen die Mediziner jedes Mal in Kauf, dass das sexuelle Empfinden vermindert oder gänzlich zerstört wird, verbunden mit vorher nicht existierenden Problemen im harnableitenden System. Selten bleibt es bei einer einzelnen Operation, wegen sehr hohem Komplikationsrisiko (z.B. bei "Hypospadie" bis zu 57%) muss meist mehrfach "nachgebessert" werden.

Solche "kosmetischen" Genitaloperationen an Kindern werden spätestens seit 1996 auch in Deutschland von Überlebenden als westliche Genitalverstümmelung (IGM) angeprangert.

>>> Vortrag Prof. Radmayr (PDF-Download 1.37 MB – WARNUNG: Operationsbilder!)
>>> Vortrag Prof. Mouriquand (PDF 1.79 MB – WARNUNG: Operationsbilder!)
>>> Genitalverstümmler und Zwangsoperateure in Baden-Württemberg
  

>>> Aktion & Offener Brief "APE-AGPD 2010", Augsburg 5.11.10

Zusätzlich werden viele Zwitter unter Vorspiegelung eines angeblich pauschalen „Krebsrisikos von 30%“ flächendeckend „prophylaktisch“ kastriert, d.h. es werden ihnen die gesunden, Hormone produzierenden inneren Geschlechtsorgane entfernt, was eine lebenslange Substitution mit körperfremden Hormonen zur Folge hat, die zu gravierenden gesundheitlichen Problemen führen kann. Dies umso mehr, als bei der "Hormonersatztherapie" oft andere Hormone verabreicht werden, als die wegoperierten körpereigenen "Hormonfabriken" ursprünglich produzierten.

Sämtliche verabreichten Hormonpräparate wurden für diese Anwendungen weltweit nirgends und nie von einer Arzneimittelbehörde geprüft und folglich auch nicht freigegeben (sog. unkontrollierter "Off-Label Use").

Bis heute werden zwangskastrierte Zwitter regelmässig gezwungen, adäquate Ersatzhormone aus der eigenen Tasche zu bezahlen.

>>> Krebslüge & Zwangskastrationen an Zwittern 

Seit 30 Jahren werden potentielle Zwitter bereits im Mutterleib pränatalen Zwangshormontherapien mit Dexamethason unterzogen. Dabei kommt wegen der pauschalen Anwendung "auf Verdacht hin" auf jeden zwangsbehandelten Zwitter sieben weitere zwangsbehandelte Nicht-Zwitter.

Auch diese "Therapie" wurde nie klinisch getestet noch von Arzneimittelbehörden freigegeben ("Off-Label Use"). Obwohl mehrere Studien häufige und gravierende Nebenwirkungen sowohl an Zwittern wie auch an irrtümlich verdächtigten Nicht-Zwittern belegen (u.a. verlangsamte oder ausbleibende motorische und geistige Entwicklung, 8-fache Hospitalisierungsrate im ersten Lebensjahr, nicht abgestiegene Hoden bei männlichen Neugeborenen), wird diese Methode nach wie vor widerrechtlich als faktischer Standard propagiert und angewandt.
(Vgl. Sharon E. Sytsma: "The Ethics of Using Dexamethasone", in: Sytsma (Hrsg.): Ethics and Intersex, Springer 2006, S. xxiv >>> PDF sowie S. 241-258)  

>>> Dexamethason: EthikerInnen gegen pränatale Zwangsbehandlungen 
 

58% aller Kinder von 0-3 Jahren sind zwangsoperiert. 87% aller Kinder von 4-12 Jahren sind zwangsoperiert. 91% aller Jugendlichen sind zwangsoperiert. 90% aller Erwachsenen sind zwangsoperiert. (BMBF-Studie mit 434 Proband_innen, 2009)
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Präsentation BMBF-Studie mit 434 Proband_innen (2009)

Nach wie vor werden 90% aller erkannten Zwitter spätestens als Jugendliche durchschnittlich mehrfach ohne ihre Einwilligung kosmetisch genitaloperiert. Die meisten Überlebenden tragen massive physische und psychische Schäden davon, unter denen sie ein Leben lang leiden. Obwohl Überlebende diese unmenschlichen Praktiken seit bald 20 Jahren öffentlich anprangern und die verheerende Folgen der Zwangsbehandlungen auch durch BMBF-Studien mehrfach belegt sind, halten PolitikerInnen und Medizyner stur an den menschenrechtswidrigen Zwangsoperationen an Kindern fest (auch wenn letztere es mittlerweile gern öffentlich abstreiten).

>>> Genitalverstümmelungen in Kinderkliniken (IGM) – eine Genealogie der Täter 
>>> Kosmetische Genitaloperationen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> Wer sind die Täter? Was soll mit ihnen geschehen?